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2 Kommentare

  1. Heinz Decker sagt:

    Ich stamme aus einer uralten liberalen Familie, die seit Generationen FDP wählt. Zum aktuellen Wahlprogramm für die Bundestagswahlt muß ich allerdings eine schwerwiegende Anmerkung machen.
    Die Absicht, das öffentlich rechtliche Rundfunk- und Fernsehwesen zu beschneiden halte ich für einen groben Fehler. Schauen Sie mal, was uns die Freisetzung ungehemmter Beeinflussung an Quälität, negativen Eindrücken, Seichtheit, Störungen gebracht hat: NICHTS.
    Die Einschränkung der sachlichen, unaufgeregten, unemotionalen, Information, die das beste Mittel gegen Shoitstorm-Blasen ist werde ich nicht mittragen und deswegen jetzt eine andere Partei wählen.

    1. Wolfgang Vogt sagt:

      Lieber Herr Decker,

      haben Sie herzlichen Dank für Ihre Nachricht.

      Wir haben ja ganz bewusst eben auch nicht eine Abschaffung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gefordert sondern lediglich deutlich gemacht, dass die staatliche Zwangsabgabe nicht zu einem beliebigen Selbstbedienungsladen werden darf. Auch der ÖR muss mal seine Kosten überprüfen, statt ständig nur nach mehr Geld zu schreien. Und dies zu tun gibt es viele Möglichkeiten, die alle nichts mit der Nachrichtenversorgung zu tun haben. Brauchen wir wirklich so viel gebührenfinanzierte „Seichtheit“ in Vorabend- und in sonstigen Unterhaltungsprogrammen? Müssen wir wirklich ein völlig ausuferndes, kostenloses Internetangebot der „Öffis“ mit einer solchen Abgabe finanzieren und damit die vielen insbesondere lokalen und regionalen Zeitungen an den Rand des Ruins treiben?

      Wir haben uns im Bundestagswahlprogramm lediglich für eine Aufgaben- und Kostenreform ausgesprochen: „Wir Freie Demokraten wollen einen moderneren und schlankeren öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), der sich primär auf Nachrichten, Kultur, politische Bildung und Dokumentationen konzentrieren soll. Damit wollen wir den Rundfunkbeitrag absenken.“ Kurz gesagt weiter mit „Tagesschau“, „heute“ und „Tagesthemen“. „Um Himmels Willen“, „Rote Rosen“ oder „In aller Freundschaft“ würden wir indes lieber aus der Gebührenfinanzierung raushalten.

      Aber sicher haben sie in der „sachlichen, unaufgeregten, unemotionalen“ Berichterstattung in den öffentlichen Medien auch gesehen wie viele für die Zukunft unseres Landes wirklich wichtige Impulse unser Wahlprogramm für die nächsten Jahre setzt. Es ist das einzige Wahlprogramm zur Bundestagswahl, das Abseits von Verboten und Gängeleien Chancen für die Zukunft sieht und mit Schwung und Esprit nach vorne blickt. Wir Vertrauen auf die Kreativität und Tatkraft der Menschen in unserem Land, statt sie durch immer neue Vorschriften einzuschnüren und jegliche Kreativität zu unterbinden. Unser Modell zum Emissionshandel ist das einzige Modell, das tatsächlich eine Reduktion der Emissionen sicherstellen kann. Dabei lassen wir den Menschen gleichzeitig die Freiheit ihren Lebensweg selbst zu gestalten, statt ihnen pauschal und unreflektiert zu verbreiten Diesel zu fahren oder nach Berlin oder Mallorca den Flieger zu nehmen.

      Mit liberalen Grüßen
      Wolfgang Vogt