1000 Wohnungen schnell und günstig bauen

FDP fordert Umdenken im Wohnungsbau: Wohnungsnot könnte schnell beseitigt werden. Expertenrunde diskutiert am 16. Mai im Haus des Handwerks.

Wie es in Ludwigsburg gelingen könnte, schnell und günstig mehr als eintausend Wohnungen zu bauen, will der FDP-Ortsverband Ludwigsburg mit Experten aus Politik und Baubranche am Do., den 16. Mai 2019 ab 18:00 Uhr im Württemberger Hof (Haus des Handwerks) in Ludwigsburg diskutieren.

Die Mieten in Ludwigsburg gehören zu den höchsten in Deutschland, ebenso die Kosten für den Bau neuer Wohnungen. Um den Wohnraumbedarf schnellstmöglich zu decken und damit die Wohnkosten in den Griff zu bekommen, will die FDP neue Wege beschreiten. 

Laut einer Studie des Prognos-Instituts* wird in Deutschland zu wenig und vor allem zu teuer gebaut. Viele Menschen können sich diese Wohnungen nicht mehr leisten, der Wohnungsbau geht völlig am Bedarf vorbei. Als Grund wird in Ludwigsburg vor allem der Mangel an Baugrund genannt. Allerdings gelten auch die zahlreichen Anwohner-Einsprüche als Ursache für langwierige Genehmigungsverfahren, sowie als Hindernis bei Nachverdichtung und beim Dachgeschoss-Ausbau. Trotz aktuell reger Bautätigkeit wird die Bedarfslücke aber von Jahr zu Jahr größer.

In Ludwigsburg ist die Lage besonders prekär. Da ist zunächst der demografisch verursachte Wohnraumbedarf: die Menschen werden älter, andererseits gründen junge Menschen früher einen eigenen Haushalt. Verschärft wird die Lage in Ludwigsburg durch die hohe Zahl von Studenten, die Anschlussunterbringung von Asylsuchenden und den Zuzug von Fach- und Führungskräften. Die aus anderen Landesteilen und aus dem Ausland angeworbenen Arbeitnehmer drücken zusätzlich auf den lokalen Wohnungsmarkt, nicht selten von den Arbeitsgebern mit Mietzuschüssen finanziell unterstützt. 

FDP schlägt neuen Ansatz zur Beseitigung der Wohnungsnot vor

Nach Meinung der FDP lässt sich die Wohnungsnot in Ludwigsburg mit den derzeitigen Bauvorhaben, mit der aktuellen Baulandentwicklung, den Genehmigungsverfahren oder mit der Verpflichtung von Bauträgern zum anteiligen sozialen Wohnungsbau nicht beseitigen. Ohne einschneidende Verfahrensänderungen erwartet Prognos eine Schließung der Bedarfslücke nicht vor 2035. 

„Ein neuer Ansatz kann die Genehmigung von kostengünstigem Modul-Wohnbau in Gebieten sein, die bislang nicht für den Wohnbau zur Verfügung stehen“, so Rainer Nuyken, bei der FDP Ludwigsburg für das Thema zuständig. „Ich denke zum Beispiel an Gewerbe- und Industriegebiete, an den Hochschul-Campus oder an die Überbauung von Parkplätzen: kein Baum müsste gefällt werden, keine Grünflächen gingen verloren.“ Nebenbei könne viel Verkehr und Umweltbelastung vermieden werden, wenn die Menschen wieder näher am Arbeitsort oder an der Hochschule wohnen.

Zur Diskussionsrunde am 16.5. im Württemberger Hof/Haus des Handwerks in der Bismarckstraße 24 in Ludwigsburg ist die Öffentlichkeit eingeladen.

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