Parkraumbewirtschaftung in den Stadtteilen wird zukünftig nur noch dann eingeführt, wenn Anwohner dies fordern
Stefanie Knecht, Stadt- und KreisrätinMit ihrem Antrag vom 11. Juni 2026 hat die FDP-Fraktion im Ludwigsburger Gemeinderat deutlich gemacht, dass die Einführung einer Parkraumbewirtschaftung, also das Erheben von Parkgebühren an Straßenrändern, nur in Frage kommen darf, wenn die Anwohner vor Ort dies auch ausdrücklich wollen.
Parkraumbewirtschaftung dient dazu, dass Anwohner ausreichend Parkplätze in ihrem Stadtteil vorfinden. Sie ist kein Mittel zu Refinanzierung kommunaler Aufgaben und soll bei den Bürgern unserer Stadt zu keiner unnötigen finanziellen Mehrbelastung führen.
Heute wird durch aufwendige Verfahren und Gutachten, die Geld kosten und Personal in der Stadtverwaltung binden, geprüft und festgestellt, welches Gebiet zukünftig bewirtschaftet werden soll. Dies stößt oftmals auf Unverständnis und Widerstand der dort wohnenden Bürgerschaft.
Hierzu sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stefanie Knecht: „Es darf nicht sein, dass erst teure Gutachten gemacht werden, die nicht im Sinne der Bürger sind und dann Parkgebühren (z.B. durch Anwohnerparkausweise oder Parkscheinautomaten) gegen den Willen der Anwohner in den Stadtteilen eingeführt werden.“
Unser Antrag dient dazu, unnötige Bürokratie und finanzielle Vorleistungen seitens der Stadt einzusparen und das Miteinander zwischen Stadtverwaltung und Bürgerschaft zu fördern.
Zukünftig werden Bewohnerparken und neue Zonen der Parkraumbewirtschaftung nur dann eingeführt, wenn Anwohner an die Stadt herantreten und dies fordern, weil in ihrem Wohngebiet durch zu viele „Fremdparker“ nicht mehr ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Dies ist meist erst dann der Fall, wenn es im Stadtviertel, z.B. durch neue Wohnbebauung, zu Veränderungen kommt.
Auf der Informationsveranstaltung der Stadt in Grünbühl zur geplanten Einführung einer Parkraumbewirtschaftung, machten im September zahlreiche Bürger deutlich, dass die Menschen vor Ort die Einführung von Parkgebühren in Grünbühl ablehnen. Stefanie Knecht betonte unter Bezug auf den eigenen Antrag "Wir stehen an der Seite der Bürger."
