Stefanie Knecht: Parken in der Myliusstraße bleibt erlaubt

Das Schillerviertel ist das Ärzteviertel unserer Stadt.

Viele Ärzte und medizinische Versorger betreiben ihre Praxis und Geschäfte seit Jahrzehnten hier. Sehr viele von ihnen haben sich mit einem Schreiben gegen den Entfall der Kurzparkplätze ausgesprochen und die Notwendigkeit derer begründet:

Patienten und Kunden sind auf die Kurzzeitparkplätze angewiesen. Nicht alle davon erhalten oder haben einen Behindertenausweis, sondern müssen abgesetzt oder abgeholt, teilweise auch in die Praxen begleitet werden. Der Weg von einem Parkhaus in die Arztpraxis oder z.B. zum Anpassen eines Hörgeräts ist für insbesondere ältere, gehbehinderte Patienten oftmals zu erschwerlich und zu weit. Auch darf auf einer Be- und Entladezone nicht kurz geparkt werden, um Patienten aussteigen zu lassen und zu begleiten.

Stefanie Knecht

Wenn nur Behindertenparkplätze übrig bleiben, die den heutigen Anforderungen übrigens nicht gerecht werden, da sie zu schmal sind, haben wir das Problem nicht gelöst. Behinderte nutzen diese selbst - so wurde mir berichtet - nur sehr ungern, da sie entlang der von vielen Bussen befahrenen Myliusstrasse aussteigen müssen, was erhebliche Gefahren mit sich bringt. Rolltstuhlfahrer können die hohe Bordsteinkante ohne fremde Hilfe nicht überwinden und rollen auf der Strasse entlang bis zum nächsten abgesenkten Bordstein.

Die Myliusstrasse ist mehr als nur ein ÖPNV-Zubringer zum Bahnhof!
Stefanie Knecht

Neben Ärzten und medizinischen Dienstleistern würde durch den Entfall der Kurzzeitparkplätze auch den - ich muss leider sagen - letzten verbliebenen Einzelhändlern das Überleben- und dies gerade in Coronazeiten - erschwert werden.

Die Myliusstrasse wurde Ende der 80er bezüglich des Fahrbahnquerschnitt viel zu eng geplant. Nun fahren neben Bussen auch viele Fahrradfahrer, Fußgänger überqueren die Straße - ohne Ampel und Zebrastreifen. All dies verlangsamt den Verkehr. Zu glauben, dass Busse auf einer der belebtesten Straßen dadurch eine Beschleunigung erfahren werden, ist ein Irrglaube.

Ein gegenseitiges Respektieren und Acht geben ist hier gefragt und sollte, anstelle von immer mehr Verboten gesellschaftlich insgesamt wieder mehr gefordert werden.

Die Fraktion der Freien Demokraten stimmt gegen den Antrag der Grünen, da er insbesondere die Älteren und Kranken unserer Gesellschaft diskriminiert.

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