„Vertikale Gärten“ als Modell zur Verbesserung des Stadtklimas

„Eine Fassadenbegrünung an einem großen Objekt wie der MHP-Arena wäre nicht nur ein richtiger Blickfang sondern würde perfekt in das Nachhaltigkeitskonzept der Landesgartenschaubewerbung von Ludwigsburg passen“ fasste Wolfgang Vogt, stv. Ortsvorsitzender der FDP Ludwigsburg, nach einem informativen Vortrag unter dem Titel „Vertikale Gärten – Neues Stadtgrün auch für Ludwigsburg?“ die Ergebnisse zusammen.

v.l.: Wolfgang Vogt (stv. FDP-Ortsvorsitzender), Stefanie Knecht (FDP-Kreisvorsitzende), Dr. Alina Schick (Visioverdis GmbH), FDP-Stadträte Johann Heer und Jochen Eisele

Auf Einladung der Freien Demokraten aus Ludwigsburg hatte Dr. Alina Schick, Geschäftsführerin der Visioverdis GmbH aus Stuttgart Hohenheim, Möglichkeiten und Chancen der Fassadenbegrünung im modernen Städtebau aufgezeigt. Dabei machte sie deutlich, dass Fassadenbegrünung eine Reihe von Vorteilen insbesondere in dicht besiedelten Regionen bringen kann: 

  • Die grünen Wände leisten einen Beitrag zur Reinigung der Luft z.B. von Feinstaub,
  • sie wirken sowohl für die Gebäude selbst aber auch für die Umgebung wärmereduzierend und
  • sie leisten einen Beitrag zur Schallreduktion, weil die Pflanzen den Schall nicht reflektieren wie eine harte Fassade.
Grafik © Visioverdis GmbH, http://visioverdis.com/home/graviplant.html

All diese Effekte treten besonders dann ein, wenn die Fassadenbegrünung nicht flach aufgebacht sondern durch aus der Wand herauswachsende Bäume in die dritte Dimension erhoben wird. „Das von uns zum Patent angemeldete Produkt GraviPlant bringt genau diese dritte Dimension in die Fassadenbegrünung“ sagte Schick. Hierbei handelt es sich um langsam rotierende Bäume, die eine zusätzliche Verschattung der darunter liegenden Wandfläche bewirken. „Das ist wie in der freien Natur. Da ergibt sich ein angenehm frisches Klima auch erst im Wald, wo Sie neben dem Grün auf dem Boden eben noch die höhere Ebene der schattenspendenden Bäume haben“.

Solche Maßnahmen sind für Städte in Ballungsräumen zunehmend wichtig, da die große Nachfrage nach Wohnraum und Gewerbeflächen, in den meisten Fällen mit zusätzlichen Flächenversiegelungen einhergeht. Da schiene es sehr viel sinnvoller, wenn statt Ausgleichflächen irgendwo weit weg zu schaffen, auf freiwilliger Basis der Verbrauch von Grünflächen direkt vor Ort durch Fassadenbegrünung kompensiert würde.

Neben der Möglichkeit einer Begrünung der Fassade der MHP-Arena wurde auch über den Bereich am Holzheizkraftwerk in der Südstadt gesprochen, wo Anwohner sich um ihren Ausblick sorgen, wenn –wie angekündigt- die Stadtwerke dort einen 21 Meter hohen Warmwasserspeicher bauen sollten. Auch hier könnte ein vertikaler Garten für eine erhebliche optische Aufwertung sorgen.

Das Thema gab Anlass für zahlreiche vertiefende Nachfragen und eine angeregte Diskussion. „Ein spannendes Thema, das tolle neue Optionen eröffnet und bei allen Beteiligten auf großes Interesse gestoßen ist“ resümierte denn auch die FDP-Kreisvorsitzende Stefani Knecht.

Weitere Informationen: www.visioverdis.de

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